Donnerstag, 10. April 2025

Rezension: Girl Abroad


( Rezensionsexemplar )

Klappentext
Als Abbey Bly einen Studienplatz in London erhält, ist sie überglücklich, denn es ist die perfekte Chance, dem scharfen Auge ihres überbehütenden Rockstar-Vaters zu entfliehen. In England angekommen, erlebt sie erst mal eine gehörige Überraschung. Ihre drei »Mitbewohnerinnen« entpuppen sich als Jungs. Ziemlich unwiderstehliche Jungs! Rugbyspieler Jack lässt Abbeys Herz direkt höherschlagen. Es gibt nur zwei kleine Probleme. Zum einen besagen die WG-Regeln: keine Beziehungen unter den Bewohnern. Und zum anderen tritt schon bald auch noch der Musiker Nate in Abbeys Leben, der sie ebenfalls nicht kaltlässt und gehörig ins Gefühlschaos stürzt.

Meine Meinung
Ich bin normalerweise wirklich ein großer Fan der Bücher der Autorin, weshalb ich mich auch wahnsinnig doll auf "Girl Abroad" gefreut habe. Leider muss ich aber sagen, dass mich dieses Buch von ihr nicht nur nicht überzeugen konnte, sondern mich tatsächlich ziemlich enttäuscht hat. Den Schreibstil, den ich sonst total liebe, habe ich als unglaublich sprunghaft, anstrengend und teilweise wirklich unangenehm empfunden. Es wurden so viele Begriffe verwendet, die ich ganz merkwürdig und oft vor allem auch unpassend fand und ich habe mich davon wirklich sehr aus dem Lesefluss reißen lassen, weil ich immer darüber gestolpert bin.

Zur Protagonistin, Abbey, konnte ich das gesamte Buch über keine wirkliche Verbindung aufbauen. Nicht nur, dass sie für mich sehr viel jünger und recht unreif gewirkt hat - ich hatte auch starke Probleme damit, mich in ihrer Gedanken- und Gefühlswelt zurechtzufinden und ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Sie war, genau wie der Schreibstil, super sprunghaft und hat permanent so gewirkt, als würde sie selbst nicht wissen, was sie eigentlich will. Wenn mir die Geschichte am Ende ein Gefühl von Selbstfindung vermittelt hätte, wäre das auch noch in Ordnung gewesen, aber Abbey hat es bis ganz zum Ende hin irgendwie nicht so mit Entscheidungen gehabt und auf mich hat sie auch nicht den Eindruck gemacht, als hätte sie über das Buch hinweg irgendetwas gelernt. Da war keine wirkliche Weiterentwicklung, sondern ein stumpfes Stehenbleiben. 

Die fehlende Verbindung hat sich auch auf die Liebesgeschichte - oder Liebesgeschichten? - im Buch übertragen. Dadurch, dass mir bei ihr generell das Mitfühlen gefehlt hat, konnte ich mich auch nicht in die ganze Jack-und-Nate-Sache reindenken- oder fühlen. Die Chemie mit Abbey hat mir bei beiden gefehlt, ich habe nicht verstanden, woher ihr Verknalltsein kommt und ich finde generell, dass man hier gar nicht wirklich die Chance bekommen hat, sich in irgendeiner Form mit ihr gemeinsam zu verlieben oder die beiden Typen auch nur wirklich näher und tiefer kennenzulernen. Das war alles so auf Anziehung basierend und hat dabei so gewirkt, als würde es um 14- oder 15-Jährige gehen und nicht um Menschen, die Anfang bis Mitte 20 sind. Ich habe Abbey's Hin- und Hergerissenheit zwischen den beiden leider gar nicht nachvollziehen können und als dann auch noch kurzzeitig ein dritter Typ ins Spiel kam, war ich leider wirklich raus. Ich finde auch unglaublich schade, dass Abbey sich beide Typen bis zum Ende so offengehalten hat, um wirklich kurz vorm Ende erst entscheiden zu müssen. Das Ganze hat auf mich auch leider nicht den Eindruck gemacht, als hätte sie einfach nur Zeit gebraucht, um sich über ihre Gefühle im Klaren zu werden, sondern als wäre sie einfach auch hierbei zu sprunghaft gewesen.

Mein liebster Part in diesem Buch war tatsächlich die Nebengeschichte rund um das alte Gemälde. Abbey ist da im Laufe der Geschichte etwas - und vielleicht auch jemandem - auf der Spur und jedes Mal, wenn das gerade im Fokus stand, hat mir das Lesen nicht nur wirklich Freude gemacht, sondern ich fand es auch wirklich super spannend. Ich glaube, "Girl Abroad" ist eines der wenigen Bücher, bei denen ich sagen würde, dass es sehr viel besser ohne seine Liebesgeschichte dran wäre, und das, obwohl ich ein absolutes Romance-Girlie bin.

Finde es wirklich so, so schade, aber das war leider so gar nicht meins. Freu mich natürlich trotzdem auf künftige Bücher der Autorin, weil ich ja weiß, wie sie mich ihre Geschichten sonst fühlen und lieben lassen kann. Aber das hier war jetzt einfach mal eine kleine, nicht so schöne Ausnahme.

Bewertung
⭐/⭐⭐⭐⭐⭐
 

Sonntag, 23. März 2025

Rezension: Quicksilver


( Rezensionsexemplar )

Klappentext
In ihrer dunkelsten Stunde, als sie dem Tod bereits ins Auge blickt, öffnet die junge Saeris unwissentlich ein Quicksilver-Portal – ein Tor zwischen den Welten. Als erster Mensch seit tausenden von Jahren gelingt ihr mithilfe eines Fae-Kriegers die Flucht nach Yvelia. Dabei gerät sie zwischen die Fronten eines jahrhundertealten Konflikts, der nicht nur die Fae, sondern auch die Menschen alles kosten könnte. Saeris hat viele Mythen und Legenden über das Land der Fae gehört – doch keine Überlieferung konnte der Schönheit des Winterpalastes gerecht werden. Oder sie auf den unwiderstehlichen Fae-Krieger vorbereiten, der ihr nicht nur das Leben gerettet hat, sondern ihr auch zeigt, wie sie ihre machtvolle Alchemistenkraft nutzen kann. Doch Fishers Loyalität gilt einzig und allein seinem Volk. Er wird ihre Magie nutzen, um das Land der Fae um jeden Preis zu schützen. Auch wenn es ihn Saeris‘ Herz kostet …

Meine Meinung
Ich habe mich eine halbe Ewigkeit auf dieses Buch gefreut und hatte wirklich super hohe Erwartungen, weil ich aus dem englischsprachigen Raum so, so viel Positives darüber gehört habe. Und jetzt, nachdem ich es gelesen habe, kann ich sagen, dass es auch wirklich fast all das enthält, was ich in Fantasybüchern so liebe. Ich fand die Idee der Geschichte und ihre Umsetzung wirklich großartig. Ich habe das Worldbuilding geliebt und diese neue, magische Welt so gerne nach und nach kennengelernt. Ich fand die Charaktere wirklich toll - sowohl die Protagonisten als auch einige der Nebencharaktere. Ich habe die Spannung und die unerwarteten Wendungen in diesem Buch geliebt. Und ich finde, das Ende in diesem Buch hatte diesem epischen Wow-Effekt. Die einzige Sache in diesem Buch, die mir nicht gefallen und die ich nicht gefühlt habe, war die "Liebes"geschichte zwischen Saeris und Kingfisher und das Problem daran ist, dass sie hier wirklich sehr viel Raum einnimmt.

Ich liebe den richtigen Burn, nach dem Slow. Ich liebe flirty Talk. Ich liebe Schlagabtäusche zwischen den beiden Protagonisten. Und ich habe wirklich so gar kein Problem mit Spice. Aber wenn man mir den Spice und den Dirty Talk in dreifacher Menge um die Ohren haut, ohne dass es irgendeine Basis, Verbindung oder Chemie zwischen den beiden gibt, dann kann ich damit leider gar nichts anfangen und finde, alle Szenen und Gespräche in diese Richtung wirken eher erzwungen und fehl am Platz. Zudem finde ich, dass die Formulierungen hier meist leider sehr unangenehm zu lesen waren und es mir unmöglich gemacht haben, das Ganze irgendwie zu fühlen. Bei Saeris und Kingfisher gab es so viel Potenzial - ich habe sie beide einzeln als Charaktere wirklich toll gefunden und auch das zwischen ihnen hatte dieses Potenzial für MEHR. Aber die Geschichte der beiden hat es von Anfang an verpasst, einen vernünftig an das zwischen ihnen heranzuführen, es einen sehen, verstehen und ebenfalls fühlen zu lassen und hat einem die Chance genommen, sich mit den beiden gemeinsam zu verlieben. Ich weine dem Ganzen wirklich ein wenig nach, weil ich die Romance in Fantasybüchern in den meisten Fällen immer mitunter am besten finde. Aber hier ist es leider wirklich der eine Part, der mir das Buch ein wenig kaputt gemacht hat. Mehr Zeit, mehr Tiefe und weniger unnötiger Spice hätten so viel gerettet.

Abgesehen davon habe ich das Buch aber wirklich unglaublich gerne gelesen. Ich fand die Geschichte so spannend, hab die Charaktere super gerne begleitet und habe es geliebt, wie man nach und nach die Puzzleteile sammelt, die man braucht, um am Ende ein vollständiges Bild daraus zu formen, das einem hoffentlich Antworten auf all die im Laufe der Geschichte aufkommenden Fragen liefert. Ich habe mich dabei in einige der Nebencharaktere verliebt und mich mehr und mehr von der Welt in diesem Buch verzaubern lassen. Ich habe mitgefiebert und bin manchmal ein wenig verzweifelt, es gab viele humorvolle und einige tiefgründige Momente. Und ich habe vor allem die einzelnen Geschichten von Saeris und Kingfisher sehr geliebt. Es war schön, die beiden und ihre Vergangenheiten nach und nach kennenzulernen und mehr über ihre Leben zu erfahren. Und ich fand es unglaublich toll, dass dieses Buch mich mehrfach überraschen konnte.

Die Geschehnisse am Ende hatten den epischen Vibe, den ich bei Büchern dieser Art immer am tollsten finde, hat aber auch viele neue Fragen aufgeworfen, auf deren Antwort ich jetzt ein wenig verzweifelt bis zum ET von Band 2 warten muss. Ich freu mich wirklich darauf, zu erfahren, wie es weitergeht, aber ich weiß nicht, ob ich noch darauf hoffen kann, die Liebesgeschichte zwischen Saeris und Kingfisher wirklich zu fühlen. Ich schätze, ich werde es in der Fortsetzung herausfinden, weil ich an dieser nicht vorbeigehen können werde. Dafür waren die Entwicklungen zum Ende hin dann doch zu krass und der Sog des Ganzen doch zu stark. Minus Liebesgeschichte in der Form, in der sie hier vorkommt, wäre das hier jedenfalls eine absolute Empfehlung.

Bewertung
⭐⭐⭐/⭐⭐⭐⭐⭐

 

Rezension: Powerful

 


( Rezensionsexemplar )

✨Klappentext✨
Seit ihrer Kindheit sind Adena und Paedyn ein unzertrennliches Gespann. Gemeinsam trotzen sie dem rauen Alltag auf den Straßen Ilyas – bis Paedyn zur Kandidatin für die Säuberungsspiele wird. Adena bleibt allein in den Slums zurück und muss um das Leben ihrer Freundin bangen. Doch dann trifft sie auf Mak. Der geheimnisvolle Mann besitzt eine dunkle Gabe, die Adena helfen könnte, Paedyn zu retten. Auch Mak hat Interesse daran, Zugang zu den Säuberungsspielen zu erhalten, und so schließen die beiden einen Pakt – nichts ahnend, dass dieser ihre Schicksale untrennbar miteinander verbinden wird …

Meine Meinung
Kennt ihr das, wenn man einen Nebencharakter in meinem Buch richtig toll findet und unglaublich gerne einen tieferen Einblick in dessen Gedanken, Gefühle und Geschichte bekommen würdet? So ging es mir von Anfang an mit Adena und ich bin so dankbar, dass uns Lauren Roberts es mit "Powerful" schenkt, Adena ein kleines Stück auf ihrem Weg begleiten zu können. Wenn man Powerless gelesen hat, dann weiß man, wie Adena's Geschichte enden wird, aber genau das Wissen macht ihre Geschichte nochmal so viel bedeutungsvoller und besonderer. Auch besonders schmerzhaft und herzzerreißend, aber all den Schmerz und die Tränen mehr als Wert.

Adena und Mak hier zu begleiten ist der allerschönste Slowburn, das sanfteste Verlieben und die schmerzhaft-schönste Art des Zusammenseins. Ihre Geschichte ist Liebe, Heartbreak, Schmerz und sie ist Wut. Dieses Buch hat wirklich nicht allzu viele Seiten, aber ich habe zwischen all den Seiten ebenso gelacht wie geweint, ebenso gehofft und gelitten und ebenso gehasst wie geliebt. Es hat mich so vieles so tief fühlen lassen und mich emotional auf einer Ebene erreicht, auf der mich nicht viele Geschichte erreichen. 

Es ist unmöglich, Adena nicht zu lieben und ebenso unmöglich ist es, sich während des Lesens nicht ebenfalls in Mak zu VERlieben. Die beiden zusammen waren meine liebste Form von Grumpy x Sunshine und ich habe jeden einzelnen Moment zwischen ihnen hier so endlos genossen. Beiden hätten etwas so viel Besseres verdient, als diese Geschichte für sie bereithält, aber was beide mehr als verdient haben, ist die Zeit, die sie zusammen verbringen durften - so kurz sie auch gewesen sein mag. Aber was sie einander in dieser geben und was sie füreinander sind ist einfach nur wunderschön und ich bin so dankbar, dass wir bei diesem Teil von Adena's Geschichte dabei sein durften. Auch, wenn mir dadurch am Ende das Herz noch mehr gebrochen wurde als in Powerless. Es ist eben nochmal etwas anderes, bestimmte Dinge als "Zuschauerin" am Rand zu beobachten oder aber im Kopf und Herz der Person zu stecken, die sich gerade in dieser Situation befindet.

Das Ende ist wirklich ein bisschen wie eine sich nicht mehr auflösende, dunkelgraue Gewitterwolke und ich weiß nicht, wie ich mein Herz jetzt wieder zusammengepuzzelt bekomme, aber auch, wenn ich von Anfang an gewusst hätte, WIE schmerzhaft das hier wirklich wird, hätte ich immer wieder zu diesem Buch gegriffen. Für Adena. Für Mak. Und für all diese besonderen Gefühle.

Bewertung
⭐⭐⭐⭐/⭐⭐⭐⭐⭐


Rezension: Twisted Love

  ( Rezensionsexemplar ) ✨ Klappentext ✨ Rosie LeBlanc war ein Teenager, als sie Dean Cole zum ersten Mal begegnete. Es war Liebe auf den er...